Hotels in Irland suchen und finden

Die Suche nach einem geeigneten Hotel gestaltet sich in Irland nicht immer einfach, denn während man in der Nebensaison, also von Oktober bis März, fast überall recht günstige Zimmer in guter Lage findet, ziehen die Preise von April bis September doch deutlich an. Und es kommt dann nicht selten vor, dass die besten „bezahlbaren“ Unterkünfte recht weit im Voraus ausgebucht sind.

Deshalb hier ein paar Tipps aus eigener Erfahrung, wie man günstige Hotels in Irland (und vor allem in Dublin sowie Belfast) findet, wann und wo ein B&B die bessere Wahl darstellt und wie man überhaupt am besten Unterkünfte für eine Reise bucht!

Hotel in Dublin: Nicht jedes Hotelzimmer ist so gemütlich

Hotel oder B&B?

Hotels in Irland entsprechen im Wesentlichen dem mitteleuropäischen Standard: Durchschnittlich große Zimmer – in Dublin und Belfast gerne auch mal ein bisschen kleiner -, entweder zwei Einzelbetten oder ein Doppelbett sowie ein Bad mit üblicherweise einer Duschwanne darf man, wie allerorts, erwarten. Lediglich der Fernseher ist häufig noch ein wenig kleiner als in anderen Ländern, doch zum Fernsehen fährt man in der Regel ja auch nicht in den Urlaub.

Wichtig ist einzig und allein die Abgrenzung zu den hier sehr verbreiteten B&Bs (Bed & Breakfasts), die im Grunde der Vorläufer der mittlerweile online so verbreiteten Vermietung von Privatzimmern bzw. Privatwohnungen an Urlauber ist. B&Bs befinden sich üblicherweise in recht gewöhnlichen Wohnhäusern, deren Eigentümer mehrere Zimmer an Reisende vermieten.

Der wohl größte Vorteil des B&B gegenüber dem klassischen Hotel liegt im viel persönlicheren Service. Anonyme Massenabfertigung gibt es hier nicht, denn man ist einer von häufig nicht mehr als zehn, zwanzig Gästen, zudem wohnen die Eigentümer meistens mit im Haus. Beides kann natürlich auch Nachteile mit sich bringen, doch meistens ist der Kontakt mit den Gastgebern sehr freundlich und wird von dem morgendlichen Frühstück, dem „Breakfast“ eben, das stets inklusive ist, noch prima abgerundet.

Ein tatsächlicher Nachteile des B&B ist hingegen, dass gewöhnliche Wohnhäuser naturgemäß nur eingeschränkt darauf ausgelegt sind, mehr als zwei, drei Gäste zu beherbergen. Die Zimmer sind daher üblicherweise einen Tick kleiner als in Hotels, die Ausstattung unterliegt weniger klaren Standards und auch Dusche & WC befinden sich nicht immer im eigenen Raum, sondern müssen hin und wieder mit anderen Gästen geteilt werden. Letzteres kommt allerdings eher selten vor.

Schlussendlich kommt es bei der Entscheidung zwischen Hotel und B&B vor allem darauf an, ob man den persönlichen Kontakt zu seinen Gastgebern möchte oder nicht, was trotz der üblicherweise freundlichen Eigentümer einfach ein Stück weit Geschmacksache ist. In großen Städten wie Dublin und Belfast sollte man allerdings auch die Lage der Unterkunft bedenken: B&Bs befinden sich eher selten im unmittelbaren Stadtzentrum, so dass sie zumindest dort häufig nur die zweite Option darstellen.

Hotelsuche Irland: Am besten online!

Online-Hotelsuche für Irland

Bei der Suche nach geeigneten Unterkünften in Irland für eine Rundreise helfen natürlich, wie so oft, all die großartigen Vergleichs- und Bewertungsportale, die man im Internet findet. Erste Anlaufstelle sollten dabei stets TripAdvisor und Booking.com darstellen: Bei der erstgenannten Seite findet man die weltweit wohl meisten Bewertungen von Hotelgästen, während man bei dem letztgenannten Portal besser die Preise vergleichen und – wie der Name schon sagt – auch ganz einfach buchen kann.

Grundsätzlich sollte man bei der Hotelsuche, nicht nur in Dublin oder Belfast, nach dem folgenden Muster vorgehen:

1. Das Preisniveau festlegen: Unterkünfte der (teilweise unteren) Mittelklasse kosten in Irland in der Nebensaison bis etwa 80 Euro die Nacht für ein Doppelzimmer, in der Hauptsaison muss man mit 100 bis 120 Euro im Schnitt als Minimum rechnen. Die obere Mittelklasse beginnt im Frühling und Herbst bei etwa 120 Euro die Nacht, während man im Sommer 150 bis 200 Euro als Mittel ansetzen muss.

Ausnahmen dieser Regel gelten in den Großstädten, insbesondere Dublin, wo man etwa 50 Euro als „Hauptstadt-Bonus“ auf den Preis aufschlagen muss.

2. Die Lage überprüfen: Die ein oder andere günstige Unterkunft erkauft sich ihren niedrigen Preis mit ihrer Lage, sprich: Sie ist verdammt weit ab vom Schuss. Wenn man mit dem Mietwagen unterwegs ist, spielt das in Irland in vielen kleineren Städten keine große Rolle (bzw. kommt dort überhaupt nicht vor), doch in Dublin, Cork, Galway & Co. lohnt sich ein genauer Blick darauf, wo sich die Unterkunft eigentlich befindet. Der öffentliche Nahverkehr kann eine Alternative darstellen, jedoch nicht immer.

3. Die Bewertungen lesen: Hat man seine Suche auf Zimmer eingeschränkt, die preislich und in Hinblick auf ihre Lage den eigenen Anforderungen entsprechen, kann man anfangen, einen Blick auf die Bewertungen zu werfen. Neben dem Durchschnitt sind hier auch die Anzahl der Bewertungen und ihre Verteilung interessant, denn Ausreißer nach oben und nach unten gibt es überall.

Darüber hinaus kann man auf das Alter der Bewertungen achten: Liegen die meisten schlechten Bewertungen lange zurück (zum Beispiel aufgrund seitdem erfolgter Renovierungsarbeiten), kann man mitunter ein Schnäppchen landen – häuft sich die Kritik trotz gutem Schnitts hingegen in der jüngeren Vergangenheit, lässt man besser die Finger davon.

4. Das Zimmer buchen: Und schließlich stellt sich, im wahrsten Sinne des Wortes, die Preisfrage: Wann bucht man ein Zimmer am besten, um den besten Preis zu ergattern? Möglichst früh? Oder doch eher kurzfristig? Womöglich gar an einem bestimmten Wochentag?

Leider gilt hier im Wesentlichen das Gleiche wie bei der Flugsuche: Als Kunde kann man bestenfalls erahnen, wie sich der Übernachtungspreis mit der Zeit entwickelt. Grundsätzlich ist es jedoch so, dass in der Hauptsaison die frühzeitige Buchung meistens von Vorteil ist – allein schon, weil die günstigsten Hotels natürlich auch die beliebtesten und damit am schnellsten ausgebuchten sind. Wer Geld sparen will, sollte zudem an den Wochenenden die großen Städte meiden und diese lieber von Sonntag bis Freitag ansteuern.

Gut zu wissen: Wenn man Zimmer über ein Portal wie Booking.com bucht, hat man all seine Buchungen bequem im Überblick und kann häufig bis wenige Tage vor der Ankunft noch Veränderungen vornehmen oder gar stornieren. Natürlich sollte man dieses Angebot nicht überstrapazieren, doch eine gewisse Flexibilität bei der Buchung ist nicht zu unterschätzen!

Bildnachweis: Sean MacEntee (CC-BY-2.0)

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