Mietwagen für Irland

Am besten von Dublin Flughafen, Automatik hilft!

Wer Irland wirklich sehen will, der kommt um einen Mietwagen kaum herum: Nach Dublin und Cork, zu den Cliffs of Moher und zum Ring of Kerry kommt man natürlich auch mit dem Bus, doch die vielen kleineren Sehenswürdigkeiten in der Umgebung steuern Busse nicht an – teilweise könnten sie das auch gar nicht, denn die Straßen in Irland sind mitunter verdammt eng.

Deshalb lohnt sich für Individualreisende die Buchung eines Mietwagens, auch wenn man keine große Erfahrung mit dem Linksverkehr haben mag. Dabei gibt es allerdings einiges zu beachten…

Parken in Irland an der Straße

Tipps zur Mietwagenbuchung für Irland

1. Keine Angst vor dem Linksverkehr: Das Wichtigste gleich vorweg; die Sache mit dem Linksverkehr ist gar nicht so schwierig. An den ersten ein, zwei Tagen fährt man naturgemäß etwas langsamer und vor allem beim Abbiegen überlegt man lieber drei Mal, aus welcher Richtung denn nun jemand kommen könnte. Doch spätestens am dritten Tag ist das Fahren auf der „falschen“ Straßenseite in Mark und Blut übergegangen.

Wenn man ehrlich ist, fährt man als Mitteleuropäer auf der linken Seite nach der Eingewöhnung wahrscheinlich sogar etwas besser, weil man einfach wachsamer und umsichtiger ist, um auch ja keinen Fehler zu machen.

Die häufig befürchtete Gefahr, aus Versehen rechts zu fahren, ist in der Realität sehr gering. Zum einen, weil man im Mietauto als Fahrer naturgemäß auf der rechten Seite sitzt, also ständig daran erinnert wird, dass hier alles ein bisschen anders ist. Zum anderen, weil man in den Städten ohnehin fast immer andere Autos vor sich hat, denen man im Grunde nur nachfahren muss.

Natürlich hilft es, einen aufmerksamen Beifahrer an seiner Seite zu haben, der vor allem am ersten Tag mit darauf achtet, dass man keinen Fehler macht, und der einem das Kartenlesen abnimmt, so dass man sich allein aufs Fahren konzentrieren kann.

Wenn der Linksverkehr überhaupt eine Gefahr darstellt, dann eher für Fußgänger, da man als solcher beim Überqueren der Straße instinktiv zunächst in die falsche Richtung schaut – und dann womöglich die von rechts kommenden Autos nicht sieht.

2. Ein Automatikgetriebe hilft: Dennoch ist es unserer Erfahrung nach sehr sinnvoll, bei der Mietwagenbuchung gezielt ein Auto mit Automatikgetriebe zu suchen. Auf der linken Seite zu sitzen, Gas zu geben, zu bremsen und zu lenken – das ist im Grunde wie immer und daher nicht allzu schwierig. Doch mit links zu schalten, das ist ungewohnt und ein zusätzlicher Stress- und Unsicherheitsfaktor.

Ein Automatikgetriebe im Mietwagen nimmt einem dieses Problem und der Aufpreis dafür fällt gering aus. Allerdings steht bei vielen Anbietern nur eine begrenzte Auswahl an Automatikfahrzeugen zur Verfügung, also nicht zu spät buchen!

Straße im Gap of Dunloe

3. Ein kleines Fahrzeug buchen: Irland Straßen, vor allem Irlands Landstraßen, sind überwiegend verdammt eng. Selbst auf Schnellstraßen muss man die Fahrbahnbreite häufig voll ausnutzen, wenn einem ein anderes Auto entgegenkommt, und an der Küste sowie in den Bergen passen oft keine zwei Autos nebeneinander. Zudem sind Irland Straßen häufig von Mauern oder Gräben begrenzt, sodass es – anders als bei uns – kaum Ausweichmöglichkeiten gibt.

Lander Rede kurzer Sinn: Sofern Sie nicht Unmengen an Gepäck mitnehmen, das in den Kofferraum passen muss, buchen Sie lieber eine Kategorie kleiner als üblich!

4. Vollkasko ist ein Muss: Bei einem Mietwagen für den Urlaub ist es in der Regel ohnehin sinnvoll, zu einer Vollkaskoversicherung (ohne Selbstbeteiligung) zu greifen, in Irland jedoch ganz besonders – insbesondere der engen Straßen wegen.

An manchen Stellen lässt es sich schlichtweg nicht vermeiden, beim Ausweichen mindestens mit Ästen und Büschen in Berührung zu kommen, aber eben auch Mauern sind häufig nicht fern. Mit einer Vollkasko erspart man sich die ständige Sorge, sich Kratzer oder gar Dellen einzufangen.

M50 Autobahn bei Dublin

5. Tankregelung und Zusatzangebote: Mietwagenanbieter drehen einem spätestens bei der Fahrzeugübernahme, also am Flughafen von Dublin, gerne tolle Zusatzangebote und vermeintlich bessere Tankregelungen an. Dazu zählt beispielsweise der altbekannte Trick, dem Kunden das Benzin im Voraus „günstiger“ zu verkaufen, sodass man das Auto leer zurückbringen müsste – was in der Realität im Grunde nie funktioniert.

Die einzig sinnvolle Tankregelung lautet daher hier und überall: Vollgetankt übernehmen, vollgetankt zurückgeben. Auch andere Extras benötigt man nicht, wenn man bei der Buchung vorab alle notwendigen Versicherungen (sprich: Vollkasko ohne Selbstbehalt) abgeschlossen hat.

Und: Auch das häufig angebotene GPS ist unsinnig, sofern man über ein modernes Smartphone verfügt. Google Maps ist zuverlässiger und aktueller als jedes GPS.

6. Die Maut: Auf einigen Autobahnen in Irland wird eine Maut fällig, die in der Regel direkt auf der Autobahn an einem Kassenhäuschen bar bezahlt wird. Eine Ausnahme stellt die M50 bei Dublin dar, bei der die Maut online per Kreditkarte oder in einem Shop (möglich zum Beispiel bei vielen Tankstellen) beglichen werden muss – spätestens am Tag nach der Nutzung bis 20 Uhr.

Beachten Sie dieses Ultimatum, denn tun Sie es nicht, erhält der Mietwagenanbieter die Rechnung und begleicht die fällige Summe mit einer mitunter saftigen Bearbeitungsgebühr!

7. Nordirland: Fast alle Mietwagenanbieter erlauben die Fahrt von Irland nach Nordirland – es ist also kein Problem, mit einem am Flughafen Dublin übernommenen PKW beispielsweise nach Belfast zu fahren. Nicht erlaubt ist hingegen die Fahrt nach England, Schottland oder Wales mit einer Fähre.

Parkplatz bei Carrick-a-Rede

Der Preisvergleich

Das Wichtigste schließlich ist jedoch natürlich der Preisvergleich. Am einfachsten kann man die verschiedenen Anbieter bei einem Onlineportal wie billiger-mietwagen.de vergleichen. Nutzen Sie dort unbedingt auch die zur Verfügung stehenden Filter, mit denen Versicherung, Tankregelung, Getriebe und vieles mehr ausgewählt werden können!

Anders als bei Flügen und Hotels sollte man keine großen Gedanken daran verschwenden, wann man bucht: Die Preise verändern sich von Tag zu Tag und von Woche zu Woche nur geringfügig, sodass man bedenkenlos mehrere Monate im Voraus buchen kann. Je nach Anbieter und Portal kann man seine Reservierung ohnehin häufig bis zu 24 Stunden vor der geplanten Fahrzeugübernahme noch stornieren.

Empfehlenswerte Hotels in Irland

Kilkenny: Langton House, erstaunlich große Unterkunft mit tollen Restaurants und guten Zimmern
Killarney: The Ross Hotel, bestens gelegen, dennoch ruhig und freundlich, schöne Bars und Lokale
Cork: The Montenotte, zu Fuß etwa 25 Minuten vom Zentrum, dafür sehr ruhig gelegen und modern
Galway: Jury's Inn, nichts das neueste, aber sehr zentrale Lage gleich an der Fußgängerzone
Belfast: Hampton Inn, brandneues Hotel in bester Zentrumslage und mit äußerst fairen Preisen
Dublin: The Morrison, Radisson BLU, zwei sehr gute Hotels in guter Lage, nachts recht ruhig

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