Supermärkte in Irland

SuperValu, Tesco, Dunnes, Lidl, Spar: Wo kauft man am besten ein?

Irland ist ein recht teures Reiseziel, darüber sollte man sich keine Illusionen machen: Flüge mögen oft schon für 150-200 Euro pro Person zu finden sein, doch für ein Doppelzimmer in einem guten Hotel muss man in der Hauptsaison mindestens 150 Euro die Nacht einkalkulieren – und dann sind da ja auch noch Einkäufe und Verpflegung.

Vor allem Letztere ist es, die ordentlich auf den Geldbeutel schlagen kann, denn die Supermärkte in Irland sind überwiegend erschreckend teuer. Im Folgenden daher ein Überblick über die wichtigsten Supermarktketten in Irland, wo man am besten einkauft und wo man am meisten für sein Geld bekommt.

Dunnes Supermarkt in Irland

Supermarktketten in Irland

Tesco: Eine der zwei am weitesten verbreiteten Supermarktketten in Irland, was bei einem Besuch überrascht, denn die Mehrzahl der Läden wirkt erstaunlich gammelig. Schmutzige Böden, leere Regale, hohe Preise und wenig freundliches Personal – bei Tesco haben wir nur sehr ungerne eingekauft, wenn es gar keine andere Option gab.

Ein kleines bisschen besser sind lediglich die vereinzelt zu findenden, großen Tesco Superstores, die an die US-amerikanischen Walmart Supercenter erinnern. Sie bieten neben Lebensmitteln auch etliche andere Produkte, zwar nüchtern im Stile einer Lagerhalle präsentiert, aber mit breiteren Gängen und etwas freundlicherem Ambiente.

SuperValu: Nicht nur Tesco findet man fast überall in Irland, auch SuperValu-Supermärkte gibt es in fast jedem Dorf. Deren Qualität variierte ein wenig, lag im Schnitt jedoch deutlich über der direkten Konkurrenz. Die meisten Filialen erinnerten uns grob an einen einigermaßen modernen Rewe in Deutschland.

Sprich: Große, aber nicht erschlagende Auswahl, einigermaßen ansprechende Präsentation der Waren, für irische Verhältnisse normale Preise. Es mag Ausnahmen geben, doch mit einem Einkauf bei SuperValu sollte man in der Regel nichts verkehrt machen.

Dunnes Stores mit Lebensmitteln

Dunnes Stores: Die Filialen von Dunnes Stores trifft man nicht in Dörfern, sondern nur in mindestens mittelgroßen beziehungsweise touristisch beliebten Städten an – von Dublin und Cork über Kilkenny und Killarney bis hin zu Ennis und Galway. Bei ihnen handelt es sich im Grunde nicht um klassische Supermärkte, sondern um Kaufhäuser im Stile von Karstadt und Kaufhof, die jedoch stets auch über eine große, teils in einem eigenen Gebäude untergebrachte Lebensmittelabteilung verfügen.

Das Sortiment ist sehr gut, die Einrichtung ansprechend, das Personal freundlich und die Preise bewegen sich dennoch überraschenderweise auf einem durchschnittlichen Niveau. Für uns noch vor SuperValu erste Wahl, wenn man in Irland in einem Supermarkt einkaufen möchte.

Lidl & Aldi: Vor allem Lidl-Filialen findet man an jeder Ecke, aber auch Aldi ist hin und wieder anzutreffen. Beide Ketten bewegen sich qualitativ auf einem eher niedrigen, aber akzeptablen Niveau; das irische Aldi entspricht in etwa dem früheren Aldi Nord, das irische Lidl einem alten, deutschen Lidl – in anderen europäischen Ländern sind beide Ketten da schon weiter.

Der große Vorteil von Lidl und Aldi sind selbstverständlich die etwas niedrigeren Preise, dafür ist das Sortiment kleiner, vor allem in Hinblick auf Markenprodukte. Gleichwohl ist es nicht so, dass man bei einem irischen Lidl das gleiche Angebot fände wie bei einem deutschen; bis auf wenige Sonderaktionen unterscheidet sich die Auswahl dann doch.

Spar: In Deutschland gehört Spar längst der Vergangenheit an, im europäischen Ausland findet man jedoch noch zahlreiche Vertreter der Kette. Wie üblich handelt es sich dabei überwiegend um kleine Filialen, die sich irgendwo zwischen echtem Supermarkt und Kiosk ansiedeln. Für den Notfall eine Option, häufig findet man jedoch selbst in Tankstellen ein breiteres Sortiment.

Frischer Fisch auf dem Markt

Besonderheiten in Supermärkten

Grundsätzlich unterscheidet sich das Einkaufen in irischen Supermärkten natürlich nicht wesentlich von dem in deutschen, ein paar kleine Unterschiede gibt es dann aber doch.

Alkohol: Ist extrem teuer. Wenn man sich mal gefragt hat, für wen sich eigentlich noch die Duty-Free-Einkäufe am Flughafen lohnen, findet man hier die Antwort: 3 Euro für eine Dose Bier und 30 Euro für eine Flasche Bacardi sind normal.

Normal ist auch, dass manche Biersorten in Irland weniger Alkohol enthalten als andernorts und dass der Verkauf von Alkohol doch recht starken Einschränkungen unterliegt: Manche Supermärkte führen mangels Lizenz überhaupt keinen Alkohol, außerdem dürfen alkoholische Getränke wochentags nur von 10:30 bis 22:00 Uhr, sonntags lediglich von 12:30 bis 22:00 Uhr verkauft werden. Vorher muss man wohl in die Kirche…

Regal in irischem Supermarkt

Parken: Während in den meisten Ländern Parkplätze zu einem Supermarkt einfach dazugehören, sieht es hier etwas anders aus. Häufig findet man zwar kostenlose Parkplätze direkt vor oder hinter dem Supermarktgebäude, jedoch nicht immer. Vor allem in Dörfern, in denen sich die Läden direkt an der „Hauptstraße“ befinden, bestehen oft nur wenige oder überhaupt keine kostenlose Parkmöglichkeiten. Alternativ zu Fuß einkaufen gehen.

Zusatzstoffe: Das Land mag noch so grün und natürlich wirken, in den Geschäften ist davon nicht allzu viel zu erkennen. Wer Bio-Produkte oder auch nur Lebensmittel ohne eine endlos lange Liste an Zusatzstoffen sucht, sollte mindestens zu SuperValu gehen, wenn nicht sogar zu Dunnes. Bei etwaigen Unverträglichkeiten unbedingt einen intensiven Blick auf die Verpackung werfen!

Nordirland: Die Geschäfte in Nordirland unterscheiden sich von all dem nicht wesentlich; auch dort findet man Tesco, SuperValu, Lidl und Aldi, außerdem Asda. Allerdings ist das Preisniveau zumindest derzeit, natürlich auch dem schwachen Pfund geschuldet, doch angenehmer als im „Süden“ – während man in Irland im Schnitt mit einem Preisaufschlag von etwa 50% rechnen muss (beim Kauf von Alkohol mit 200%), zahlt man in Nordirland vielleicht 20% mehr als gewohnt. Bei größeren Einkäufen mag sich das also durchaus bemerkbar machen.

Empfehlenswerte Hotels in Irland

Kilkenny: Langton House, erstaunlich große Unterkunft mit tollen Restaurants und guten Zimmern
Killarney: The Ross Hotel, bestens gelegen, dennoch ruhig und freundlich, schöne Bars und Lokale
Cork: The Montenotte, zu Fuß etwa 25 Minuten vom Zentrum, dafür sehr ruhig gelegen und modern
Galway: Jury's Inn, nichts das neueste, aber sehr zentrale Lage gleich an der Fußgängerzone
Belfast: Hampton Inn, brandneues Hotel in bester Zentrumslage und mit äußerst fairen Preisen
Dublin: The Morrison, Radisson BLU, zwei sehr gute Hotels in guter Lage, nachts recht ruhig

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